Weihnachtsfeier 08
Mitgliederversammlung / Weihnachtsfeier
am 22.11. 2008 in Birgel / Vulkaneifel
In diesem Jahr von unseren Mitgliedern Martina Breuer und Helgo Dahlmann organisiert.
Am verschneiten Ausgangspunkt „Historische Wassermühle“ in Birgel erwartete uns außer der erste Schnee in diesem Winter ein Mühlen-Aktiv-Programm. Der eine oder andere mag sich nun fragen „was es damit auf sich hat“. Bei kaltem Novemberwetter
trafen alle Mitglieder mehr oder weniger pünktlich ein, und es wurde sich zunächst mit hausgemachter Suppe und Natursauerteigbrot gestärkt.
Chefmüller „Erwin“ wurde versehentlich schon als neues Mitglied angesprochen, der sich in Birgel ein Lebenswerk mit viel Idealismus in Form einer Wassermühle zur neuen Lebensaufgabe gemacht hat. Er selber spricht von „einem gesunden Geist, viel Freude an der Arbeit und nicht zuletzt muss man ein bisschen verrückt sein“. Im Grunde genommen ist damit schon alles auf den Punk gebracht.
Mit diesem gesund und fröhlichen Geist hatten wir in der Tat einen unvergesslichen Aufenthalt, ja Entertainment pur.
Zunächst widmeten wir uns einer Mühlenführung, die anhand von wieder aktivierten und zum größten Teil wiederhergestellten Funktionen, sich zurecht „Sägewerk“ nennen darf.
Nachdem das horizontale sägende Gatter im jetzigen Restaurant mit Wasserkraft in tosende Geräusche verfiel und die anwesenden Gäste das schlimmste befürchten mussten, wurde auch wieder sicher der Stillstand erreicht. Auch in den Etagen der Getreidemühle waren Antriebe und Maschinen zu besichtigen, die das Ausgangsmaterial „Holz“ in bebende Wallungen versetzte.
Auch die damaligen „Wasserrechte“ bestehen bis zum heutigen Tage, trotz der zwischenzeitlichen verlockenden finanziellen Angebote.
Der Kauf der Mühle wickelte sich nicht minderer ab, als bei einem potentiellen Oldtimerkauf wo der Eigentümer verkaufen möchte, aber nicht muss.
Garage auf / Garage zu, wenn Einigkeit über den Kaufpreis besteht, ansonsten war es ein schöner -oder eben ein anstrengender Besuch !
Der Erlebnistag führte uns ins Backhaus, wo Sauerteig von den Teilnehmern selber geknetet wurde, dann über den Steinofen später für den Eigenverzehr zur Verfügung stand. Während dessen wurde gezeigt und erklärt.
Des weiteren lernten wir in dem Nachbargebäude der Senfmühle wie aus Senfsaat die Maische angesetzt wird. Auch hier wurde Hand angelegt um den „Senf selber zuzubereiten“ um diesen dann der eigenen Küche zu zuführen.
Nun wurde uns vermittelt wie Rapsöl auf der aus dem Jahre 1841 stammenden Ölmühle entsteht. Die tonnenschweren Mühlensteine wurden derart beschleunigt, dass nur staunende Blicke vernommen werden konnten. Hier wurde einmal dass selber Handanlegen unterbunden, im Gegenteil wurde höfflich darauf verwiesen, dass sich hier und da einmal der Lederriemen lösten, und jemanden treffen könnte. Daher bitte außer Reichweite aufhalten.
In der Schnapsbrennerei endete dann unsere Führung......eine Probe von selbstgemachten Likören, wie Schlehen- oder Kräuterlikör hätten in umgekehrter Führung der Reihenfolge...oder, aber, und so ähnlich......bei einem Alkoholgehalt bei Likören von mindestens 25% und Schnaps ab 40% zu Irritationen führen können.
Zur Abendveranstaltung wurde zunächst alles unter einen Hut gebracht. Man muss sich vorstellen jeder Teilnehmer bekommt einen Hut, aus welcher Zeit auch immer. Der eine befindet sich „In geheimer Mission“ und der andere eben irgendwo zwischen den vergangenen Jahrzehnten wieder. Nett und wirkt in der Menge.
Ach ja, eine rote 914 Kappe soll auch getragen worden sein, so munkelt man, ob nun bewusst, oder aber aus dem Sortiment der historischen Wassermühle bleibt verborgen.
Ein rustikales Auftragen der Mühlentafel in Form von einem 5-Gang Menü einschließlich Tafelwein, Bier und Wasser, wurde uns die Esskultur der Zeit mit Chefmüller Erwin und seinem Team mit viel Spaß, Witz und nicht zuletzt guter Hausmannskost zum Erlebnis.
Nach dem ausgiebigen Frühstück, ist vor dem Frühstück daher stand nach dem Mühlenspektakel wieder die Heimreise an.
Wir möchten uns bei Martina und Helgo für eine nette und gelungene Veranstaltung im Namen des ganzen Clubs recht herzlich bedanken -und freuen uns auf das Jahr 2009 zu einer Weihnachtsfeier in Gundheim bei Worms organisiert von Petra und Volker Bösel. Wir freuen uns wieder darauf, und werden wieder dabei sein.
Udo Breuer

















