37. AvD-OLDTIMER GRAND-PRIX
Nürburgring 07.- 09. August 2009
Siehst Du die Burg nicht, ist schlechtes Wetter.
Siehst Du sie, kommt schlechtes Wetter.
AvD-Oldtimer-Grand-Prix: 62.000 Besucher kamen trotz Nebel
Spannende Rennen begeisterten die Zuschauer Fahrzeuge aus neun Jahrzehnten Automobilgeschichte
Freundlicher Rennsonntag entschädigte für vernebelten Samstag bei guter Stimmung.
Trotz des schlechten Wetters am Samstag, dem alle Trainingsläufe und einige Rennen zum Opfer fielen, erlebten 62.000 Besucher beim 37. AvD-Oldtimer-Grand-Prix beeindruckenden historischen Motorsport mit interessanten und seltenen Fahrzeugen aus der Motorsportgeschichte. Einer der Stars war der Sauber-Mercedes C9 (Baujahr 1989) des Australiers Rob Sherrard. Der geschlossene Sport-Prototyp mit dem Mercedes vor genau 20 Jahren mit der Fahrzeugfarbe Silber auf die internationale Motorsportbühne zurückkehrte. Sherrard gewann mit großem Vorsprung sein Rennen und begeisterte die Zuschauer am Nürburgring mit dem Auto, das Jean Louis Schlesser und Jochen Mass an gleicher Stelle vor zwei Dekaden den Weltmeisterschaftslauf gewannen. Der satte Motorsound mit hörbaren Reserven überzeugte auch nach 20 Jahren, seinerzeit hatte ich in Suzuka, Japan das Erlebnis hautnah mitzuerleben, als Jochen Mass das Fahrzeug zum Sieg fuhr. Wohlbemerkt durch einen Defekt musste er damals aus der Boxengasse mit dem Vorgängermodell vorlieb nehmen.
Zu den Publikumslieblingen zählen die Big Banger des ORWELL SuperSports Cups. Die Rennen mit den Autos aus der amerikanischen CanAm-Serie und der europäischen Interserie gewann der Deutsche Timo Scheibner (Frankfurt am Main) im Lola T222-Chevrolet vor dem Italiener Mario Matteo Tullio (I) im March 707-Chevrolet.
Auch die Besucher des 37. AvD-Oldtimer-Grand-Prix hatten Gelegenheit in einem der HydroGen4-Autos mitzufahren.
So spannte sich ein Bogen vom Blick in die Zukunft bis zurück in die Anfangsjahre der Automobilgeschichte. Ältestes Auto bei der größten historischen Motorsportveranstaltung der Welt war ein De Dion Bouton Grand-Prix-Wagen von 1908. Rund um den Ring verwandelten zahlreiche Oldtimerfreunde der Markenclubs von Alfa über Jaguar und Porsche bis Volvo den Nürburgring für ein Wochenende zum größten rollenden Oldtimermuseum.
Der Kran der Fa. Hendricks verschwand am Samstag im Nebel. Die Besucher wurden auf 60 m in einer historischen Seilbahnkabine über dem Nürburgring geliftet und mit einer herrlichen Aussicht am Freitag und Sonntag beglückt.
Uns wurde die letzte Fahrt nach oben gewährt, die wir gemeinsam mit Prosecco würdigten.
Bleibt nur noch der Wunsch nach Wiederholung im Jahr 2010 mit mehr Durchblick.
Udo Breuer








