Internationales 914 Porsche Meeting in Wye Vallye (GB) vom 04.06.- 07.06.2010
Man nehme einen 914, bringe ihn auf das walisische Land und füge noch etwas Zeit und eine Prise Freiheit hinzu sehen wir was dann passiert.
James Bond 007 Stirb an einem anderen Tag (2002) Korea? Nein, das Strandhaus, in dem James Bond, gespielt von Pierce Brosnan, Halle Berry näher kommt, stand an der Küste von Ceredigion in Penbryn.
Jetzt denkt ein jeder, was hat das denn mit einem Internationalen 914 in GB zu tun?
Tja, hätte ich zuvor auch gedacht, aber die Story belehrt einen des besseren.
Angefangen hat alles so solide, an einem himmlischen Morgen mit Sonne am Horizont, dem Targa-Dach im Kofferraum mit einem netten Paar aus der Nähe, die es vorzogen ihren modernen Alfa Romeo Spider, anstelle des nicht mehr fertig gewordenen 914 in Richtung GB zu bewegen. Eindrucksvolle Stationen über den hauseigenen Service gebucht, die da waren Brügge in der offenen Kutsche erleben, die Creme de la creme in Form von belgischer Schokolade zu genießen, in einem wunderschönen Herrenhaus zu nächtigen, am Tag darauf von Dunkerque nach Dover via Fähre überzusetzen, nach Swindon fahren und sich die Stonehenge anzusehen, den Swimmingpool am nächsten Landhotel zu genießen, keine Wolke am Himmel -um dann relaxed am Freitag am Austragungsort in Wye Vallye aufzutauchen.
Ja in der Tat, alles perfekt selbst in GB schönstes Wetter und gutgelaunte Teilnehmer. Foto Shooting, ja selbst der Parkplatz im touristischen Wye Vallye mit Kette und einem Terrier von Hotelier bewacht, der nur bei dem Anschein die Kette zu berühren, einen Satz machte, um diese bedienen zu dürfen. Ja, alles so ruhig in dem Tal am Fluss. Für reichhaltig Getränke sorgte die eigens für die Teilnehmer bereitgestellte Getränkeecke in einem der Hotels das auch gleichzeitig das Austragungshotel darstellte, mit Tee, Kaffee, Wasser, Apfelsaft so viel man denn zu sich nehmen mochte.
Wir hatten die Bootstour und die Flussüberquerung gleichermaßen bewältigt, immer auch den Blick auf die Untiefen des Flusses gerichtet, da eine Gruppe von anreisenden 914 Fahrern aus verkehrsrechtlichen Gründen getrennt wurden. Es wird doch wohl keiner dem reißenden Fluss zum Opfer gefallen sein? Immer die Gegebenheiten im Blick und vorrausschauend, in die kurvigen Schluchten der Straßenführung entlang des Flusses. Wie sich dann später herausstellte waren wohl die Vermissten noch auf Shopping Tour, also waren wir fortan beruhigt, und wurden nach einem wohlverdienten Eis von dem Team der Organisation in perfekter Form begrüßt. Wir schwelgten dann am Abend auf der Garten Party, mit Cidre und einem Spanferkel auf dem Grill und einem hervorragenden Buffet, das keine Wünsche offen ließ.
Na das können ja noch Tage werden, die da kommen sollten. Das Wetter war wie bestellt, zur Erinnerung, blauer Himmel und sommerliche Temperaturen.
Die Teilnehmer waren alle einige hundert Meter entlang des Flusses in übersichtlichen Hotelgarnituren der Marke Laura Ashley untergebracht, was den Eindruck von 914 WyeVallye hinterließ, hier ein Motor brummen -und dort ein Ohrenbetäubendes Geräusch das die Fische aus dem Fluss Kopfüber stehen ließ. Inzwischen haben Sie vielleicht meine Leidenschaft erkannt, es fehlten in der Tat nur noch die Schweinswale und Delfine in der angrenzenden Bucht.
Diese Stille am anderen Morgen, ein seichter Fluss, und eine Partnerin die Tage zuvor die Bettkante erwischte -und mit einem gebrochen Zeh anreisen musste, ja vielleicht war dies schon eine Art der Warnung, denn in Wales soll es angeblich Glück und Wohlstand bringen, gegen die Stange (das Bodengeländer, das sich am Ende der Promenade befindet) zu treten. Einheimische sind diesen Anblick längst gewohnt, doch Ortsfremde schauen immer wieder verwirrt oder aber treten ins Leere mit allen Konsequenzen. Wir nahmen Abstand von diesem Gedanken, auch noch den zweiten Fuss zu demolieren und wochenlang mit Flip Flops zu verbringen, trübt dann doch den tänzerischen Ehrgeiz mancher Dame und ist des Glückes zu viel. Wobei Fuss und Fluss nur durch ein „L“ wie Lebensmüde getrennt werden.
Nun denn, der Start zur Ausfahrt verlief problemlos, und wir genossen bei wunderschönem Sonnenschein die walisischen Provinzörtchen mit ihren oft unüberschaubaren Kurven der Landstraße im Linksverkehr. Die Straßen sind oft von hübschen Cottages, Bücherläden und kleinen Geschäften gesäumt. Die Region besitzt eine reiche Kultur, reiche Flora und Fauna, eine herrliche Landschaft und wunderbare Architekturschätze. Und wir haben nur das allerbeste über die Menschen von Wales zu sagen.
Im Übrigen ist 2010 ein großes Jahr. Dann beginnt das „Valleys Homecoming“ eine Feier der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft dieser Region. Man sollte es nur nicht übertreiben, es soll Fahrzeuge und manche dieser Fahrer geben, die nie wieder in ihre Heimat wollten.
Der Samstag führte uns zum ersten Stopp zu Kaffee und Kuchen am Old Station „Tintern“. Ach ja, die ersten Flip Flops waren gehimmelt und wurden tatkräftig geklammert, damit der Nachmittag noch halbwegs fuß technisch in der anstehenden „Big Pit“ überstanden werden konnte. Es gelang, zur Überraschung der Bergleute.
An dem National Museum „Big Pit“ der Kohlemine die seit 2000 Weltkulturerbe ist, stiegen wir in den 90 m tiefen Schacht, auf den Spuren der Pioniere von damals. Ein Erlebnis sondergleichen.
Der Samstagabend wurde dann Ausdruck eines wunderbaren Gala Dinner bevor die Rock Band in die Tastaturen griff und das Tal in musische Stimmung versetzte.
Der Sonntag, tja für uns der letzte Tag in Wales, soweit so gut.
Wir fuhren zur legendären Bergrennstrecke „Prescott Speed Hill Climb“ ein tolles Vergnügen, der 914 hätte gerne noch weitere Runden gedreht, ich spürte es, er schrie nach Wiederholung, aber wir mussten unsere 18:00 Uhr Fähre bekommen. Komme was wolle wir mussten um 13:30 Uhr Richtung Fähre. Dementsprechend bedankten wir uns bei den Organisatoren für ein einzigartiges Treffen, das wir in vollen Zügen genossen haben. Da das 914 Organisationsteam jedoch darauf bestand, das wir noch ihr Clubhaus besuchen mussten, wurden wir freundlicherweise in zügigem Tempo dorthin eskortiert.
Wir hatten somit noch die Zeit uns alles anzusehen, und unsere 3 Tages Tour endete somit. Wir verabschiedeten uns herzlich wie immer, und dann sprang der 914 nicht mehr an…..alle Versuche endeten bei der Benzinpumpe…spontane Hilfe von allen Seiten ermöglichten letzten Endes nicht den erhofften Erfolg. Keine Benzinpumpe, keine Benzinversorgung. Einer der Teilnehmer, er soll was mit Technik zu tun haben, griff aus lauter Verzweiflung nach dem Diesel Rüssel und betankte sein Gefährt, mit den ersten 13 Litern, bevor dem durstigen Gesellen das gutgemeinte Gesöff wieder entpumpt werden musste. Alles lief auf Solidarität unter den 914`ern hinaus. Erst wurde es die 20.00 Uhr Fähre, dann blieb nur noch der Rückflug ohne 914, da anderentags bereits ein wichtiger beruflicher Termin anstand, blieb nur noch die letzte Möglichkeit den Flug Birmingham Düsseldorf. Er hatte es also doch geschafft auf der Insel zu verbleiben. Man munkelt von nächtlichen Fahrten entlang von „Prescott Speed Hill Climb“ mit einer summenden Fuel Injektion Pump, so werden Mythen geboren und Sagenumworben, wir jedenfalls holen ihn zurück in die Heimat, sechs Wochen Stillstand sind eben genug. Ja wir können es selbst noch kaum fassen!
Wir gingen dem walisischen Identitätsgefühl auf den Grund, und fragten nach ihrem Geheimrezept für ein perfektes verlängertes Wochenende. Wir jedenfalls kommen wieder!
Anyway, many... many thanks to all the Organization (emergency) team which support us during this fantastic long weekend with at least a happy end -and a brand new (expensive) fuel injection pump and a new story behind.
Udo and Martina Breuer

















