Internationales 914 Porsche Meeting in Davos (CH) vom 20.06- 22.06.2008
25 jähriges Jubiläum des VW-Porsche Club 914 Schweiz

Ein Clubmitglied holte uns in Köln ab, und ab ging die gemeinsame Reise. Über Basel wo noch ein Bekannter zustieg, quer durch die Schweiz. Durch Zürich und über die landesüblichen Autobahnen mit gültiger Jahres-Vignette, in das 720 km entfernte Davos / Dorf in Graubünden in der Schweiz.
Bei herrlichem Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen erreichten wir unser Ziel gegen Nachmittag des Tages. Mit der Überfahrt der Sunibergbrücke und Durchfahrt des Tunnels erreichte uns eine letzte wohlwollende frische Brise.
Graubünden - mit seinen Tälern auf der Nord- und Südseite der Schweizer Alpen mit duftenden frisch gemähten Bergwiesen, ließ einiges erwarten. Etliche Fahrzeuge waren bereits präsent.
Das Wetter versprach während des Wochenendes Temperaturen von über 30°C.
Rolf Schempp erwähnte beiläufig, die Terminlegung auf das Wochenende mit Vollmond bestimmt zu haben. Herzlichen Glückwunsch...Volltreffer!

Herzlich Begrüßt wurden wir bei unserer Ankunft im Hotel Youth Palace in Davos Dorf vom Team der Organisatoren –und mit dem Empfang der Unterlagen, Präsente sowie dem Aufbringen der Startnummern auf die Fahrzeuge, begann dann die eigentliche Veranstaltung am Freitag Nachmittag. Wir nutzten den anschließenden Spaziergang in Davos um uns nach langer Anfahrt endlich die Beine in Postkartenverhältnissen vertreten zu können –und in Ruhe einen Kaffee unter Freunden zu genießen.

Im Anschluss erwartete uns im Hotel Youth Palace“ das gemeinsame Abendessen, mit einer netten Atmosphäre und einem reichhaltigen Büfett, bevor es in die ortsansässigen Hotelzimmer ging.
Der Abend wurde im Hotel bei, und mit über 160 Teilnehmern verbracht. Wie immer gab es gleich ein Wiedersehen mit vielen bekannten Gesichtern.

Am Samstag wurde vom Zeitpunkt her selbsttätig gestartet. Ohne Hektik wurden die ca. 250 km durch die Bergwelt aufgenommen. Hört sich zunächst moderat an, beinhaltet jedoch harte Betriebsverhältnisse für Mensch und Maschine bei dünner Luft in bis zu 2500 m Höhenunterschied. Denn bei diesen hohen Temperaturen und vier hintereinander folgenden Pässefahrten, wollte so manche Benzinpumpe eine ungewollte Pause. Das Benzin brodelte –zumindest bei Fahrzeugen der ersten Stunde, wo bekanntlich die Benzinpumpe noch nahe dem heißen Motor sitzt. Als erstes wurde der Albulapass mit darauffolgenden Ofenpass bezwungen, bevor die kulinarische Stärkung in Sta Maria / Hotel Stelvio stattfand. Herzlich bemühte Gastwirte gaben ihr bestes, um den Ansturm auf die Mittagsrast zu bewältigen. Vorbei an zahlreichen herrlichen Winkeln dieser Region ging es zudem durch Italien, Österreich und zurück in die Schweiz. Am Reschensee packte es zwei Gesellen, die der Erzählung nach den Kopfsprung ins eiskalte Seewasser wagten. Für die anschließenden irritierten Blicke der Teilnehmer soll der Erzählung nach, auch gesorgt worden sein. Nun wurden noch der Reschenpass und der Flüelapass bezwungen. Bei letzterem traten viele der schon erwähnten Benzinpumpen in Streik. Diese Fahrten strapazieren das Material, und fast jeder fand auch den Weg zurück –und konnte am anstehenden Galadinner noch teilnehmen, wenn auch einige Franzosen verspätet.


Mit dem Aperitif wurde die Abendveranstaltung im hoch oben liegenden Hotel Schatzalp eröffnet. Ein ehemaliges Davoser-Lungensanatorium das im Jugendstil seinerzeit gebaut wurde bot hier eine exzellente Kulisse. Bereits von Nobelpreisträger Thomas Mann wurde das Davoser-Lungensanatorium im Roman "Der Zauberberg" beschrieben. Inspiriert durch den mehrmonatigen Aufenthalt seiner Frau im Jahr 1912 hinterlies dies bei ihm bleibende Eindrücke für den besagten Roman. Auch jener der die obere Etage der nunmehr genutzten Hotelzimmer einmal betreten hat, war gleich von dem damaligen Ambiente eingeholt, und konnte sich mental in die bewegten, damaligen Zeiten zurückversetzen. Dieser gut erhaltene Jugendstil taugt für jeden Klassiker als Filmkulisse. Der Satz „Hier wie auch rund um das Hotel herrscht autofreie Zone“ kann ich nicht ganz bestätigen, ich meine mich an einen orangefarbenen 914 in Originalgröße vor der Sonnenterasse gesichtet zu haben –eine Ausnahme und Exponat sicherlich. Mit einem Blick in die schneebedeckten Berggipfel bei strahlend blauem Himmel und saftiggrünen Wiesengräsern ist dieses herrliche Panorama tief verinnerlicht.
Zwischen zahlreichen Ehrungen und Reden wurde das Büffet in historischen Räumlichkeiten serviert, die an glorreiche, vergangene Zeiten erinnerten.
Mit dem immer währenden Blick in die Schweizer Bergwelt.
Die Nacht wurde wie so oft kurz -und war zudem von der letzten Fahrt der Schatzalp-Zahnradbahn um 2 Uhr bestimmt. Die Schatzalp – 300 Höhenmeter über Davos gelegen – ist der Ausgangspunkt der klassischen Schlittelbahn nach Davos Platz. Der breite, gut präparierte Schlittelweg ist 2,5 km lang und führt in 18 Kurven durch den Schatzalp-Zauberwald hinunter nach Davos Platz. Und was läuft wenn’s dunkel wird? Die Schatzalp-Bahn bringt Sie auch Nachts nach oben, und die Schlittelbahn ist bis 23 Uhr in den Kurven beleuchtet. Ob jemand noch zu früher Stunde die Schlittelbahn zwecks verpasster Zahnradbahn nach unten nutzte, entzieht sich meiner Kenntnis.

Der Sonntag wurde mit einer abschließenden Ausfahrt und Fotogala am Davoser See begonnen, and fand seinen Abschluss mit dem gemeinsamen Speisen in Sertigtal im großen Biergarten vom Restaurant Walserhuus. Die Grills waren hervorragend bestückt und wir genossen die letzten Stunden, bevor wir wieder die Rückreise antraten. Es waren im übrigen etwa 83 Fahrzeuge gemeldet und anwesend. Im übrigen fand auch der eingangs erwähnte, zugestiegene Bekannte aus Basel sein helle Freude an dem gesamten Treffen, so das er sich auch zu einer Reportage über seinen Eindruck hinreißen ließ....“wir sind gespannt“.

Einen herzlichen Dank und ein großes Kompliment an das gesamte Schweizer Organisationsteam, namentlich Rolf & Beatrice Schempp, Gilbert De Steffani und die vielen Helfer für ein tolles Treffen in Davos. Auch dem „Break-down Service“ der Fa. Frei namentlich Andreas & Christian Frei nochmals vielen Dank für die professionelle nette Hilfe in vielen Etappen der Tour. Dem VW-Porsche 914 Club Schweiz alles Gute zu 25 jährigen Jubiläum und für eine erfolgreiche weitere Zukunft unter Freunden!

Udo Breuer