Ausfahrt Donautal Schwäbische Alb am 07.+ 08.07.2007
Für uns war schon bei Bekanntwerden des Termins klar, dass wir hier mit von der Partie sein werden. Endlich mal Heimvorteil und keine hunderte von Kilometern Anfahrt.
Also flux angemeldet und die Wochen bis dahin gezählt. Da wir leider an der Frühjahrsausfahrt nicht teilnehmen konnten, war dies unsere erste „Clubausfahrt“ in diesem Jahr.
Leider wurde am Vorabend beim Telefonat mit Organisator Werner bekannt, dass nur 4 Fahrzeuge teilnehmen werden, viele sind abgesprungen, manche erst wenige Tage vor dem Termin. Schade eigentlich. Es wurde reihum telefoniert und Denis und John waren wie ich der Meinung jetzt erst recht und bestärkten Werner und Ellen, die Ausfahrt trotzdem durchzuziehen. Schliesslich war alles organisiert und gebucht.
Am Samstagmorgen trafen wir uns mit John, Silvia, Denis und Angelika an einem Parkplatz an der A81, um gemeinsam bei Werner zuhause einzutreffen. Der Empfang war sehr herzlich und aufgrund der frühen Stunde gab es erst einmal ein reichhaltiges und leckeres Frühstück. Bei der Gelegenheit konnte auch ein Blick auf die zu gewinnenden Preise beim für Sonntag geplanten Geschicklichkeitsfahren geworfen werden.
Nachdem die Grundlage für weitere Taten gelegt war, machten wir uns auf den Weg in Richtung Schloß Sigmaringen. Werner fuhr alleine, meinte es gut mit uns und lies es auch gleich gut angehen, so dass wir zügig über schöne kurvige Strässchen das Schloß erreichten.
Denis' 14er war ja noch im Aufbau, deshalb musste er ersatzweise auf den Familien-Cayene ausweichen. Wie sich bald herausstellte, war das „Kampfgewicht“ von über 2 Tonnen kein Hindernis und wurde mit der schieren Kraft von 8 Zylindern und Hubraum satt gebührend ausgeglichen. Ellen machte auf Ford Mondeo das Begleitfahrzeug und beförderte das „mobile Catering“.
Da wir das Privileg hatten, im Hof parken zu dürfen, blieb uns der grösste Teil des Anstiegs in den Schloßhof erspart. (Höchstwahrscheinlich hatte man erkannt, dass unsere 14er mit dem Schloß eine perfekte Symbiose eingingen. Altes Blech trifft noch älteres Gemäuer). Die geschonten Kräfte konnte man gut in den höchst interessanten Rundgang durch das Schloss, dass sich übrigens immer noch in Privatbesitz befindet, investieren.
Nach soviel Kultur haben Werner und Ellen kurzerhand im Schloßhof einen Standimbiß aufgebaut, so dass die verbrauchten Kräfte wieder ersetzt werden konnten. War wirklich eine Superidee.
Im Anschluß ging es in Richtung Kloster
Beuron. Die Strassen und die Landschaft sind hier oben wirklich einzigartig und gegensätzlich, die Donau hat hier wirklich ein schönes „Bett“. Es folgte ein kurzer Halt am Kloster und dann noch an einem Aussichtspunkt, von dem man einen herrlichen Ausblick auf das Donautal hatte.
Nachdem die Augen mit soviel Schönheit gesättigt waren, machte sich Durst in unseren Kehlen breit. Zeit für die Brauereibesichtigung in der Hirsch-Brauerei zu Wurmlingen.
Dort angekommen stiessen noch Günther Schreiber mit seiner Frau zu uns, die direkt aus Kaiserslautern angereist waren und somit die längste Anfahrt hatten.
Nach einem höchst interessanten Rundgang in der Brauerei, gab es noch eine Verkostung, bei der wir Gelegenheit hatten, die hier entstehenden flüssigen Kostbarkeiten, mit einem deftigen Vesper kombiniert, zu probieren. Uns gefiel es so gut, dass wir noch im Shop ein paar Kleinigkeiten einkauften.
Als sich der Abend ankündigte, fuhren wir in unser Quartier zum Landgasthof Waldeck auf dem Risiberg. Dort liessen wir den Tag bei schwäbischen Köstlichkeiten, wie z.B Rostbraten mit Spätzle und ein paar guten Hopfenprodukten aus dem Hause Hirsch, die wir ja schon kannten, ausklingen. Man sprach noch über Gott und die Welt und die letzten gingen zeitgleich mit dem Wirt, der bereits „aufgestuhlt“ hatte, zu Bett.
Am nächsten Morgen, das Wetter meinte es gut mit uns, kehrten wir noch einmal an den Ort der Verheißung, sprich Brauerei Hirsch zurück.
Als wir eintrafen, hatten Werner und Ellen bereits im Brauereihof einen schönen Hindernisparcours aus leeren Bierkisten aufgestellt. Es kam wie es kommen musste: Es galt, mit verbundenen Augen, nur unter den Kommandos des Beifahrers, den Parcours zu durchfahren. 1. Sieger war Team Kunze, 2.Platz ging an uns, 3. wurde Team Lobmann.
So viel Rangieren und die Siegerehrung machten hungrig, da kam das Weisswurstfrühstück gerade recht. Bei strahlendem Sonnenschein und der Massage der durch das Kupplungstreten doch leicht geschwächten linken Wade, trank man noch ein „letztes“ Glas (nein, diesmal im Sitzen), dann ging gegen Mittag langsam aber sicher ein super schönes Event zu Ende und alle waren sich einig, wer nicht dabei war, hatte echt was versäumt. Einen herzlichen Dank gebührt Werner und Ellen für diese perfekt organisierte Ausfahrt, an die wir noch lange denken werden.
Marcus & Manuela Bauer












