Internationales 914 Meeting in Groningen (NL)

20 jähriges Jubiläum des Porsche Club 914 Holland

Was wäre eine Anfahrt ohne Defekt, ... zumindest wesentlich entspannter.
Aber die 914`er sind eben wartungsbedürftig wie jedes andere Alltags-Fahrzeug eben auch, und da gibt es eben nicht die Entschuldigung ... hatte eben nicht diese Zeit.
Diese Zeit holt einen dann früher oder später wieder unverhofft ein.
Als Kölner würde ich sagen: Ät hät schon immer gut gejange!
So jedenfalls in meinem Fall, aber wir reisten als Gruppe von vier Fahrzeugen an, den einen konnte man bereits schon als Begleitfahrzeug mit Ersatzteilen jeglicher Art, für alle Fälle bezeichnen, was ja nun einmal auch leider von mir in Anspruch genommen werden musste. Im übrigen handelt es sich bei dem Fahrzeug um einen ehemaligen 914`er der Autobahn-Polizei, der im übrigen auf der Techno- Classica 2006 in neuem Glanz zu bewundern war.
Nachdem der letzte im Pulk fahrende 914`er die Geste auf Ölverlust in Form einer verschmierten Windschutzscheibe, den nächsten Parkplatz ansteuerte, wurde auch das Ausmaß erkennbar. Einen halben Liter Öl wurden auf diese Art ins Jenseits befördert. Einen neuen Schlauch und zwei Kabelbinder sowie einen halben Liter frisches Öl – und weiter ging`s.
Denkste, da war doch noch plötzlich der Magnetschalter des Anlassers des zuvor hilfsbereiten Nachbarn, der nicht mehr wollte –dann aber durch Anschieben wieder musste.
Das war es dann auch.....der Regen hatte uns nun fest im Griff, denn von Auto Reinigung war zuvor die Rede, na denn.

Herzlich Begrüßt wurden wir dann bei unserer Ankunft im Hotel Hampshire, mit vielem Allerlei, angefangen von etablierten Magazinen, über ein 914 Modellfahrzeug bis hin zur Beköstigung war für alles bestens gesorgt.
Für den Nachmittag war die erste Ausfahrt zu dem Windmühlenmuseum „De Wachter“ in Zuidlaren (www.dewachter.nl) vorgesehen. Dort angekommen erwartete uns eine Führung durch die Vergangenheit, vom Getreidemahlwerk / Ölschlägerei (Erinnerungen wurden wach) über Dampfmaschinen und dem traditionellem Backhandwerk der Gewürzmühle und dem Tante Emma Laden / Mühlenbauwerkstatt und Schmiede, eine wirklich interessante Begegnung. Aber auch hier wird das Nachwuchsproblem deutlich, denn die Jugend hat anderes im Sinn.

Nun ging es ins Restaurant „Drentsche Aa“ wo uns eine nette Atmosphäre und ein reichhaltiges Büfett erwartete, bevor es wieder Richtung Hotel ging.
Der Abend wurde im Hotel bei, und mit über 130 Teilnehmern verbracht. Wie so üblich sieht man sich ja nicht so oft, und da gibt es eine Menge ....ja, auszutauschen.

Am Samstag wurde pünktlich gestartet, über die holländischen Ebenen hinweg und an den Grachten vorbei, wobei immer wieder die herrlichen Gärten der gepflegten Häuser auffielen. Unser Zwischenstop am Mittag wurde im Restaurant „Waddengenot“ in Pieterburen von wolkenbruchartigen Regenfällen geprägt, die für den anschließenden Besuch im benachbarten Robben Rehabilitations- –und Forschungszentrum anschließend wieder trockene Verhältnisse sicherten.
Was zunächst wie ein Kunstwerk erschien war bei näherer Betrachtung eine Darstellung von abgetriebenen, gerissenen Seilen und Fischernetzen in die sich viele der Robben verfingen, und entsprechende Verletzungen hervorriefen. Überzeugen konnte man sich hier bei einem Tier das noch offene Wunden am Halsbereich von einem Fischernetz aufwies. Des weiteren werden hier auch kleine Robben aufgezogen die in der Natur von ihren Rudeln getrennt wurden. Interessanter weise hat man festgestellt, dass das Immunsystem der Robben durch die jahrelang, abgeleiteten giftigen Industrieabfälle bereits Schaden genommen hat. Dies öffnet dann Türen und Tore für Parasiten, Viren und Bakterien die, die geschwächten Robben nachhaltig negativ schwächen. So nimmt die Verkettung dann ihren Lauf, wenn es nicht Organisationen dieser Art gäbe, die sich zur Verpflichtung und Änderung, wenn gleich auch nur öffentlich wahrgenommen, für bessere Verhältnisse sorgen wollen.

Zurück am Hotel, war Arno Wienands & Porsche 914 Parts mit einem Verkaufsstand im Foyer des Hotels präsent. Lt. Aussagen wurde kräftig gekauft.

Mit dem Aperitif wurde die Abendveranstaltung eröffnet.
Zwischen zahlreichen Ehrungen und Reden wurde das Büffet bei herrlichen Klängen der Live Band zu sich genommen. Dieser nochmals ein tolles Lob hier und sofort für die perfekten Töne, Hut ab.
Die Nacht wurde wie so oft kurz.

Der Sonntag wurde mit der Ausfahrt zu einer Festung Bourtange begonnen, wo wir nochmals gemeinsam Speisten, bevor wir wieder die Rückreise (ohne Probleme) antraten. Im übrigen waren etwa 70 Fahrzeuge gemeldet und anwesend.

Einen herzlichen Dank und ein großes Kompliment an das gesamte holländische Organisationsteam, namentlich Chris de Costa, Jozien de Costa, Eric Kas, Karen Frey, André Buist, Mirjam Bous, Ronald Blom, Marc van Gestel, Dominique de Costa and Jacco de Haan für ein tolles Treffen in Groningen und dem 914 Club Holland alles Gute zu 20 jährigen Jubiläum und für eine erfolgreiche weitere Zukunft!

Udo Breuer