2 Berichte von der OGP 2007

35. AvD-OLDTIMER GRAND-PRIX Nürburgring, 10. bis 12. August 2007

Ja, man möge mit den Worten „Nebel des Grauens“ beginnen, denn am Freitag war außer „Nichts“ auch nicht wirklich etwas zu erkennen. Klimawandel oder doch nur Eifelwetter? Nach 35 Jahren hatte am Wochenende endlich auch der Oldtimer-Grand-Prix sein höchstpersönliches Wetterchaos. Platzregen und transsilvanischer Nebel machten am ... ...Freitag das Training und am Samstag einen frühen Start unmöglich. Selbst die Monitore im Rennleitungsbüro zeigten den Nürburgring als einzige Waschküche. Streckensprecher Johannes Hübner betätigte sich als Wetterfee: „Es zieht gerade Wind auf, das ist ein gutes Zeichen!“ Er sollte Recht behalten: Um 11 Uhr riss die Wolkendecke am Samstag auf, was folgte waren zwei Tage strahlender Sonnenschein und ein Motorsportwochenende der Extraklasse.

Dementsprechend fielen aber zuvor die zahlreichen Trainingläufe, die hätten am Freitag stattgefunden, buchstäblich dem Nebel zum Opfer. Aber die Medallie hat noch die andere Seite, man hatte die Möglichkeit sich mit den Fahrern und den Teams einmal mehr in Ruhe unterhalten können,

Die Eifel und der Nürburgring das etwas Mystische.

Die beiden Tage darauf nochmals erwähnt, Sonnenschein pur, und zwei Sommertage mehr in diesem Jahr. 

65.000 Zuschauer, mehr als im letzten Jahr, sahen in 12 Rennen rund 650 historische Rennwagen. Erklärte Publikumslieblinge waren wie immer die historischen Formel 1, die Boliden des Orwell SuperSports Cup und das Revival der Deutschen Rennsport-Meisterschaft, bei dem neben Porsche Carrera, BMW CSL und Ford Capri auch Exoten wie De Tomaso Pantera und Chevrolet Corvette an den Start gingen. Aber auch außerhalb des Cockpits mussten die Fahrer körperliche Fitness unter Beweis stellen. Bei der Demonstration eines Le Mans Starts, die leider nur den Besuchern am Sonntag vorbehalten blieb, galt es zunächst die Strecke zum Auto im Sprint zu überqueren, dann den Wagen anzuschmeißen um aus dieser Position das Rennen zu beginnen.

Trotz sichtbarer Publikumsbegeisterung für historischen Motorsport halten sich die deutschen Hersteller mit ihrem Engagement immer noch vornehm zurück. Weder Mercedes, noch BMW, Auto Union oder selbst Porsche schickten Autos aus dem Werksmuseum zum Ring. Seltsam, denn den viel weiteren Weg zum britischen Goodwood Festival of Speed finden sie alle schon seit Jahren. Aber auch bei den privaten Teilnehmern waren die Deutschen im 80. Jubiläumsjahr des Nürburgrings in der Minderzahl: 439 von 650 Starten kamen diesmal aus dem Ausland – ein neuer Rekord.

Der Kran der Fa. Hendricks, exklusiver Fuhrparkservice für Porsche hatte diesjährig die Höhe von 51 m erreichen können –grandioser Aus-Überblick aus der Vogelperspektive.

Aber eben nicht jeder Frau /Manns Sache.

Wie auch immer, es wurde wieder zu dem man kann bald sagen, grandiosen Spektakel der Oldtimerpräsenz mit vielen Gesprächen diesseits und jenseits. Mein persönlicher Höhepunkt ist das aufeinandertreffen der deutschen mit der italienischen Sprache, irgendwie versteht man sich dann doch....also bis nächstes Jahr mit wieder einem klaren Durchblick über das Wochenende hinweg. 

Udo Breuer


In diesem Jahr trafen sich ca. 65.000 Zuschauer an der Strecke des Nürburgrings.

Zum ersten Mal in der Geschichte der Veranstaltung mussten alle Läufe am Freitag abgesagt werden, da der Nebel so dicht war, dass man nicht fahren konnte. Auch Samstagmorgen gab es noch kurz Nebel, doch dann wurde das Wetter schön, die Sonne schien und die Rennsportinteressierten und Oldtimer Fans kamen wieder voll auf ihre Kosten.

Rund 650 historische Rennwagen sah man insgesamt auf der Strecke.

Besonderheiten in diesem Jahr:           

Zum 25jährigen Jubiläum der Rallye-Weltmeisterschaft starteten 13 historische Opel-Rennwagen aus dem Werksmuseum mit bekannten Fahrern: Christian Geistdörfer (Rallyeweltmeister mit Walther Röhrl 1982), Manuel Reuter, den Schauspielern Rolf Zacher und Norbert Heisterkamp, Bergmeister Dr. Helmut Mander und Rallyefahrer Jochen Berger (Europameister 1974) und Wulf Biebinger (Deutscher Meister 1970).

An der inzwischen 80 Jahre alten Strecke in der Eifel traf man auch andere bekannte Besucher, wie den FIA Formel 1 Techniker Jo Bauer und Gordon Coppuck (McLaren-Konstrukteur aus den 70er Jahren). Als weiteres Highlight starteten 10 Maserati 250F  bei den Historic Grand Prix Cars. So macht auch das Zuschauen Spaß, man sieht viele schöne überwiegend alte Autos auf und neben der Strecke, bekannte Besucher und natürlich Freunde, die man oft nur einmal im Jahr trifft.

Unser Club war wieder mit etlichen Mitgliedern und deren Angehörigen vertreten, auch aus den Clubs Holland, England, Spanien und Belgien trafen 14ner Freunde ein und genossen den Rennzirkus. Der Kreis der Fans wird immer größer.

Im Porschezelt waren noch weitere Nationalitäten vertreten, die besonders am Samstagabend wieder ausgiebig feierten.

Der Service, das Essen und das Ambiente bei Porsche waren wieder ausgezeichnet und besonders die Tombola kann gut an. An unserem Tisch saßen gleich drei glückliche Gewinner, was ziemlich ungewöhnlich war, da sonst die Preise immer ins Ausland gingen. Die Stimmung war ausgezeichnet und wir haben das Wochenende genossen.

Bis zum nächsten Jahr.

 

Barbara Schürmann