VW-Porsche 914 Deutschland Club e.V.

Internationales 914 Meeting in Deauville, Frankreich vom 19.-21.September 2003

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Der Bericht unseres Präsidenten Udo Breuer:

Bienvenue, la Normandie par excellence, das letzte Wochenende in einem sagenumworbenen Jahrhundertsommer genossen ca. 40 International angereiste 914`er Enthusiasten im Norden von Frankreich. Der französische 914 Club hatte ein erstklassiges Treffen organisiert, das im weiteren die Höhepunkte sicherlich auch nur am Rande beschreiben kann.

Uns präsentierte bereits bei der Anfahrt durch das malerische Städtchen Honfleur ein Blütenmeer von Farben und eine traumhafte Kulisse, die erahnen ließ was uns hier erwartet.

Bei der Ankunft im umgebauten normandischen Bauernhof nun genannt Hotel „Le Clos Saint Gatien in Saint-Gatien-des-Bois das zwischen Deauville, Trouville und Honfleur in einer wunderschönen Landschaft gelegen, erwies sich dies bereit als zutreffend. Nach der Einfahrt durch den kleinen Hotel eigenen Park wurden wir mit Rally-Schild und vielen Präsenten herzlich empfangen, so das wir auch gleich ein Bad in einem der Swimmingpools nach der langen Anreise bei 30°C in Anspruch nahmen. Erfrischung pur !!!

Die weltberühmten Strände von Deauville-Trouville mit ihren Casinos, in der Nähe der touristischen Ortschaften des „Pays d´Auge“, neunzig Minuten von Paris, zwanzig von Le Havre, zwei Stunden vom Mont Saint Michel, dreiviertel Stunde von den Stränden, wo im zweiten Weltkrieg die Alliierten gelandet sind, sowie fünf Stunden von Köln entfernt.

Bereits auf dem eigens für die 914`er reservierten Parkplatz begegneten uns altbekannte Gesichter aus Frankreich, Holland, Belgien und Great Britain, die wieder lange Abende erahnen ließen. Aber auch ein amerikanisches Paar ließ es sich nicht nehmen über einen Werksbesuch bei Porsche hinweg, am Treffen teilzunehmen, denn man hatte auch in den USA / Kalifornien davon erfahren. Die Franzosen hatten eine Mitfahrt der Beiden bereits organisiert. Bei den vielen Gesprächen verging die Zeit und die Welcome Party mit Dinner viel zu schnell. Der französischen Küche bedarf es eigentlich keiner besonderer Worte, erstklassig wäre hier wohl zutreffend, denn nichts anderes erwartete uns. Der Abend klang somit im frühen Morgen vorübergehend aus, denn um 8:15 AM startete bereits das erste Fahrzeug.

Das am frühen Morgen überreichte Road book wies bei noch nebelverhangenen Tälern in Richtung Chateau de Betterville Musée de l`automobile of Pont-l`Evéque. Ein Schloss mit angegliedertem Automobilmuseum veranschaulichte dann vom Cadillac, Amilcar, Delage, Alfa Romeo, Delahaye, De Dion Bouten, Talbot, Ford, Hotchkiss, Panhard Levassor, Peugeot, Lincoln, Renault, Citroen, Buick, Chevrolet, Jeep, Berliet, Chenard et Walcker, Mathis...und sogar einen Rosengart. In den vielen Vitrinen waren auch mehrere 914`er in der Porsche Rubrik ausgestellt.

In der weiteren Ausfahrt wurde das Casino de Deauville angesteuert (no sportswear or sport shoes), wo uns ein „Aperitif and Drinks without alcohol“auf der Sonnenterasse mit Meeresblick beglückte. Im weiteren wurde zum „Lunch“ im historischen Saal geladen. Auch hier erwartete uns wieder eine kulinarische französische Glanzleistung.

Die Zeit die bis zur anschließenden Weiterfahrt bestand, wurde von uns genutzt um im angegliederten Spielcasino zunächst einen Gewinn zu erwirtschaften, um diesen im Folgenden wieder zu verlieren, so dass außer „Spaß an der Freud“ auch nichts verloren wurde.

Dem absolvierten Besuch der Strandpromenade folgte dann auch planmäßig die Anschlussfahrt vorbei an den entzückenden Riegelbauten der Gegend die mich immer irgendwie an „Asterix und Obelix“ erinnerten. Unser nächstes Ziel bildete die Destillerie „Chateau du Breuil“.

Chateau du Breuil, ein Beispiel des typischen Pay d´Auge Baustils. Die Kunst der Destillation und der Calvados-Lagerung wurden uns hier über eines der schönsten Schlösser der Gegend vermittelt, umgeben von Laubwerk in einem stillen Park gelegen.

Das Schloss (16./17. Jahrhundert) fasziniert mit seiner architektonischen Harmonie, mit seinen quadratischen Pavillons und die Fachwerkbauten der Wirtschaftsgebäude und bilden zusammen ein herrliches Beispiel des „style Augeron“.

Ein Calvados Chateau, so wurde uns vermittelt, vereinigt die uneingeschränkte Liebe zum Handwerk mit großem Respekt zur Tradition.

Der erfahrene Kellermeister wählt Cidre der besten Qualität für die Destillation aus. Die für das Pays d`Auge typische zweimalige Destillieren erfolgt in den ursprünglichen und sorgsam gepflegten Brennblasen (Alambic Charentais). Ebenso wichtig wie die sorgfältige Auswahl des Cidre und die behutsame Destillation ist die Lagerung und später die „Mariage“, die Vermählung von Calvados aus verschiedenen Fässern mit unterschiedlichen Nuancen im Aroma. Der Auswahl der Eichenfässer misst man eine sehr große Bedeutung bei, hängt doch von deren Eigenschaft, ihrer Größe, dem Alter und der Beschaffenheit des Holzes etc. ganz entschieden der Alterungsprozess und später die Qualität des Calvados ab.

Im Anschluß an die Besichtigung überzeugten wir uns bei einer Verkostung im Pressoir von der zuvor beschriebenen feinsten und ausgewogensten Calvadossorten, ob der Name „Chateau du Breuer“ oder so ähnlich dem Namen gerecht wird. Er wurde...die sei an dieser Stelle bestätigt.

Zurück zum Hotel, ab in den Pool und pünktlich zum Gala Dinner, wo uns ein mehrgängiges Menü der zuvor bereits beschrieben Art erfreute. Die Siegerehrung „The winner is....“ bildete dann manche Überraschung, denn an den besuchten Örtlichkeiten waren einige Geschicklichkeiten zu bewältigen als auch der Sachverstand gefragt.

Ein großes gemeinsames Frühstück ließ dann am Sonntag morgen bei...ja immer noch strahlend blauem Himmel die letzten Stunden vor Ort ausklingen. Wir nutzten noch einen Besuch in Honfleur, denn das wollten wir uns nicht entgehen lassen bevor die Rückfahrt angetreten wurde.

Dem französischen 914 Club sprechen wir unseren herzlichen Dank für ein hervorragend organisiertes Internationales 914 Treffen aus, und Danken hier dem ganzen Team um Jean-Paul Grimbert und Jean-Claude Durelle.

Udo Breuer