VW-Porsche 914 Deutschland Club e.V.

Frühjahrstreffen des Clubs am 17. & 18. 5. in Kerpen

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Der Bericht unseres Präsidenten Udo:


Wenn einer eine Reise tut, dann ... - wer kennt das nicht. Aber wenn und gerade wenn ein Treffen in unmittelbarer Nähe zum eigenen Wohnort stattfindet, birgt dies doch so manche Überraschung.

In unserem Fall war es die Vielfalt, die doch die unmittelbare Umgebung so bietet, die man fast tagein und tagaus routinemäßig passiert.

Unser Ausgangspunkt für das diesjährige Frühjahrstreffen stellte Düren dar. Von dort aus ging es mit ca. 18 Fahrzeugen der Gattung 914 mit fast 40 Personen quer durch die Region - vorbei am Forschungszentrum Jülich, durch den Staatsforst Hambach, am Lindenberger Wald und an Bedburg vorbei mit Zwischenstop und Besichtigung eines der ältesten Städte Deutschlands, genannt Kaster. Es ging weiter über Oberaußem, Thorr nach Bergheim wo uns das private Automuseum der Familie Berendes beglückte. Mit ihrer Freundlichkeit während der Führung und dem anschließenden Kaffee und Kuchen fanden wir den gewissen Flair des familiären Miteinander. Der geplante Sofienhöhen-Aufstieg musste aufgrund termingebundenem Ablauf "zum Leid aller" auf ein anderes Mal vertagt werden.

Weiter über Etzweiler auf den Aussichtspunkt Hambach, wo der Braunkohletagebau in beeindruckender Größe von 6 km Länge und 4 km Breite sowie 200 m Tiefe von den sagenumworbenen Großbaggern beherrscht wird. Diese sind etwa 70 m hoch und haben eine Schaufelbreite von sage und schreibe 21 m. Der Gesamtanblick präsentierte sich zunächst wie eine Postkarte, die bei näherer Betrachtung doch die Regung von Mensch und Maschine erkennen ließ. Durch die fachmännischen Erklärungen von Hr. Schumacher, der dem Tagebau beruflich Nahe stand und der dann auch eines "seiner Bauwerke" in Form eines dieser Riesenbagger wiedererkannte, wurden uns die Dimensionen und die noch jahrzehntelange Abtragung von Flächengebieten detailiert erläutert. Man stelle sich nur vor, daß die Abbau-Pläne bis in Jahr 2050 reichen und noch so manche Kleinstadt dem Erdboden gleich machen werden. Daher finden sich immer mehr kleinere Ortschaften, die größtenteils bereits verlassen oder Opfer der Umsiedlung wurden. Deshalb wird auch die Verlegung der Autobahn notwendig werden - wobei wir wieder beim Thema wären. Über Bergheim zurück nach Kerpen in das Brauhaus, wo uns eine Tafelrunde des guten kulinarischen Geschmacks erwartete und der Abend seinen Ausklang fand.

Der darauffolgende Tag startete in Kerpen.

Kerpen ? Is dat nitt wo der Michael Schumacher her kütt ?

Ja, selbstverständlich! Unser Formel 1 Star betreibt in Kerpen eine Großanlage namens "Michael Schumacher Kartbahn".

So haben unsere Organisatoren Hakon und Monika Rübsamen (geb. Schumacher aus Kerpen) den Rennaspekt nicht zu kurz kommen lassen. Es bestand die Möglichkeit das Graf Berge-von-Trips Museum zu besuchen oder aber den Kart bei Michael zu bewegen.

Unter der Prämisse, das der Zweck der Diplomatie nur eine Verlängerung der Krisen bedeutet, fiel die demokratische Entscheidung dann zugunsten der aktiven Sportbetätigung aus. Also stand der Fahrt im Kart nichts mehr im Wege. Mit der Nachricht des dritten Sieges in Folge unseres zuvor hoch gelobten Formel 1 Giganten endete auch unser Zieleinlauf.

Wir sprechen Familie Rübsamen unseren Dank für ein unvergessliches Wochenende mit dem immer wiederkehrenden Spaß an der Freude aus.

Udo Breuer