VW-Porsche 914 Deutschland Club e.V.

Die Porsche Werksbesichtigung des VW-Porsche 914 Deutschland Club e.V. am 02.10.2002 in Stuttgart-Zuffenhausen

(Die Bilder lassen sich durch anklicken in voller Auflösung anzeigen)

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Der Bericht unseres Präsidenten Udo :

Mit den angereisten, angemeldeten 40 Clubmitgliedern und deren Begleitung hatten wir nun die lange vorgeplante Werksbesichtigung Realität werden lassen.

Im Hotel und im speziell angemieteten Reisebus für den jeweiligen Transfer erwarteten uns bereits Informationsbroschüren der Fa. Porsche, die eine letzte aktuelle Sachkenntnis, sowie den Programmablauf dokumentierte.

Vorab sei erwähnt, dass ich selber bereits 1993 an einer Werksbesichtigung teilgenommen hatte, und mir nun fast auf den Tag genau neun Jahre später, eine recht offensichtliche zukunftsorientierte Weiterentwicklung des Unternehmens Porsche veranschaulicht wurde. Die Spuren von Kai-Zen und Kan-Ban sowie Just in time waren überall ersichtlich, denn wie wir ja alle Wissen sind auch sinnvolle, japanische verwendbare Tugenden in den Produktionsablauf der Fa. Porsche mit integriert worden.

Von der Porsche Clubbetreuung hielt Hr. Volker Spannagel die Begrüßungsrede, und wies dort gleichermaßen auf die notwendigen Spielregeln einer Besichtigung in einem Produktionsbetrieb hin, denen selbstverständlich Folge zu leisten ist. Die Anekdote vom begeisterten Besucher der die letzten fachlichen Kniffe im Motorenbau den Fachleuten die dort beschäftigt sind, absehen will, und dort wohl auch schon mit Hand anlegte....machte zu Belustigung aller die Runde....Nein, zurück wir haben dies natürlich beachtet und die Produktionsabläufe nicht beeinträchtigt.

Unsere Besichtigung fand im Porsche Werksmuseum ihren Anfang, auch die zur Probefahrt ausgeführten Neufahrzeuge für den weltweiten Einsatz schossen an uns vorbei, ganz unter dem Motto: „Sie werden Ihn in Zukunft häufiger sehen, aber nie lang genug“. Hier wurde uns vermittelt, dass die Geschichte von Porsche nahezu so alt wie das Automobil selbst ist. Sie begann um die Jahrhundertwende mit einer aufsehenerregenden Automobilkonstruktion von Ferdinand Porsche (1875-1951). Seit dieser Zeit ist der Name Porsche untrennbar mit dem Automobil verbunden, denn von Anfang an hat sich Porsche stets darum bemüht, die Menschen mobil zu machen. Mit Pioniergeist, Erfindungsreichtum, mit viel Fleiß und gründlicher Arbeit. Heute ist Porsche eine Firma mit einer an fortschrittlicher Technik und persönlichem Engagement reichen Geschichte. In dem seit 1976 der Öffentlichkeit zugänglichen Porsche Museum erhält diese Geschichte wieder Gegenwart. Geschichte und Geschichten rund um die automobile Marke Porsche sind dort zum Greifen nahe. Etwa 25 Serienwagen, Prototypen und Rennwagen waren im Porsche Museum ausgestellt, die einen Überblick über die Automobilentwicklung im Hause Porsche, wecken Erinnerungen an große Rennen und verdeutlichen, dass kaum eine technische Entwicklung Menschen und Umwelt so bestimmt hat wie das Auto.

Zurück zu unserem Besuch, in einer Gruppenbildung ging es in den direkten Produktionsbereich von Sattlerei, Fahrzeugbestückung, Hochzeit von Fahrgestell und Antriebseinheit sowie Motorenbau und der Restaurierungsabteilung, wo uns zu dem einen oder aber anderem Exemplar die Historie und Zweck des Daseins erläutert wurde. Aber auch hier lernte so mancher „alte Hase“, dass zwar Fahrgestelle der 914/4 und 914/6 aufbereitet werden, bei den Motoren jedoch nur die sechser Modelle Berücksichtigung finden, da von den Vierzylindermotoren keine Werkzeuge und Konstruktionszeichnungen mehr vorliegen. Diese wurden zu damaligen Zeiten nach Wolfsburg zurückgeliefert.

Zur Kenntnis genommen haben wir außerdem das täglich bis zu 150 Porsche die Produktion verlassen und hinter jedem gefertigtem Porsche eine Bestellung vorliegt.

Über den Porsche Selektion Shop näherte sich unser eigentlicher Besuch dem Ende, aber da war ja noch der Besuch des 157. Cannstatter Volksfest ...auf den Wasen, das dem Münchener Oktoberfest sicherlich in nichts nachsteht. Die Stimmung bei den anwesenden Herrschaften war dementsprechend ausgelassen.

Last but not least komme ich auf den damalige Satz meines Sohnes Timo zurück der an für sich, für sich spricht und einem Werbespruch der Fa. Porsche entsprechen könnte: „Papa hat kein Auto, Papa hat einen Porsche“.

Für die hervorragende Information und Betreuung anlässlich der Werksbesichtigung am 02.10.2002 möchten wir uns noch einmal explizit recht herzlich bedanken.

Die beispielslose langjährige Erfahrung in der Firma Porsche lässt ein Unmaß an Sachkenntnis erkennen, das jeden Porsche Liebhaber ins Schwärmen verfallen lässt. Wir hoffen und sind uns sehr sicher, außer den Bezug auf die Oldtimer auch das Bestreben in den Neuwagenkauf bei einem jeden der Teilnehmer geweckt zu haben.

Ihre Verbundenheit mit den immerwährenden engen Beziehungen zur Marke ist uns mehr als deutlich aufgezeigt geworden.

Wir hoffen und wünschen uns eine fortwährende Unternehmensstrategie des Mythos Porsche, auf das noch Generationen ihre Freude daran haben werden.

In diesem Sinne noch einmal unseren herzlichen Dank an alle Beteiligten für die exzellente Präsentation.