Die Fotostrecke:












Bericht Retromotor

Oder: Tage des Donners
(siehe auch Video unter "Specials")

Wir waren laut (einige Autos), wir waren schnell (siehe Liste), wir waren gesellig (siehe Fotos), wir hatten Spaß (sowieso) ... und: man will uns wieder sehen!
Wie viele von Euch wissen, findet die Retromotor schon über 15 Jahre lang statt. Vereinzelt waren 914er am Start. Mal in den kleinen Klassen, mal bei den Serienfahrzeugen und auch in der Rennklasse. Denis Kunze war dies einfach zu wenig! Wir wollen einen Sonderlauf! Nur 914er - in allen Varianten. Kurzum: Gespräche folgten mit dem Chef des Boxenstop Museums und Ausrichter der Retromotor, Rainer Klink - der, was viele nicht wissen - ein großer Fan des VW-Porsche ist und schon lange ein schönes Exemplar für sein Museum sucht.

Dann fand er statt:
Erstmalig und gleich vorneweg, nicht letztmalig, der 914/916 Sonderlauf (wenn auch der 916er nicht gekommen ist). Aber der Reihe nach: Worum gehts beim Bergrennen Einsiedel? Es gibt eigentlich nur 2 Varianten. Die Erste: Man versucht zwei Mal den Berg hinaufzufahren und dabei möglichst die gleiche Zeit zu erreichen, gemessen aufs Hundertstel. Die Variante 2 ist gleich Variante 1, jedoch mit dem Anspruch den zahlreichen Zuschauern etwas "Motorsport" zu bieten. Das bedeutet mit (sehr) hohem, aber dennoch beherrschbarem Tempo durch die Kurven und Schikanen zu fahren. Hört sich einfach an, ist aber ungemein schwierig und macht saumäßig Spaß. Nebenbei hat man ausreichend Zeit wunderschöne Autos und Motorräder aus allen Epochen und Ländern, stehend und fahrend zu bestaunen und wird nebenbei auch köstlich versorgt.

Los gings morgens um 9 Uhr am Fahrerlager Einsiedel. Kleiner Snack (oder gleich die Rote Wurst) Auto checken, Fahrerbesprechung, Startaufstellung, Vorstart und Führung durch das Pacecar zum Start. 5-4-3-2-1- LOOOOOS!! 1. Gang, 2. Gang und gleich scharf rechts in die "zumachende" Römerkurve, ausdrehen und 3. Gang, 4. und wer will den 5ten. Vorsicht, jetzt kommen die Schikanen!
Die Erste, noch mal Vollgas, die Zweite, wieder schalten und nochmals scharf rechts ins Ziel und auslaufen lassen - geschafft! Das Auto ausmachen und die Hände noch mindestens eine Minute am Lenkrad lassen, damit niemand merkt wie man vor lauter Adrenalin zittert!
Jetzt `nen Kaff´ oder Sprudel und schauen, was die anderen machen. Zeiten vergleichen, Renngespräche und das weitere Starterfeld beobachten.
Während Andi und Uwe sich nach etwas Essbaren umschauten und sich nicht gleich entschließen konnten, ob die asiatische Reispfanne wohl das Richtige ist, naschte Petra schon sichtlich zufrieden aus Ihrem Teller. Und nach kleiner Pause war dann das Eis fällig! Die gute Versorgung vor Ort führte zwangsläufig zu einem schlechteren Leistungsgewicht im 2. Lauf, das es zu kompensieren galt ;-)
Aber eine gut gelaunte Beifahrerin ist allemal wichtiger als der Pokal (diese Zeilen habe ich nicht freiwillig, sondern unter massivem Druck von "Außen" geschrieben).

Ergebnisliste:
• Hans-Peter Sailer: Platz 1
• Martin Amann: Platz 2
• Andreas Kümmerling: Platz 3
• Peter Madlener: Platz 4
• Robert Ortlieb: Platz 5
• Matthias Holzhauer: Platz 6
• Denis Kunze: Platz 7
• Alexander Gebhard: Platz 8
• Andreas Panella: Platz 9

Nach den Wertungsläufen am Berg wurde es im Einsiedel gerammelt voll. Die 914-Crew entschied sich spontan, den Tag in Tübingen am Boxenstop gemütlich ausklingen zu lassen. Der kleine Konvoi startete und schlängelte sich durch Tübingen, wo wir direkt vor dem Boxenstop Halt machten. Unser Ruf eilte uns voraus. Wir wurden bereits erwartet. Staunendes Personal beim Boxenstop und wieder Zuschauer. Die oft gestellte Frage: „Ist das jetzt ein VW, oder ein Porsche“ wurde an unseren "8 Beispielen" fachmännisch von uns erklärt und vorgeführt. Das viele Reden und Erklären machte durstig und die Sektbar lud uns zu einem kleinen Verweilen ein. Naja, wir stehen auf zwei Füßen, also tranken wir noch Einen (zwecks der Gewichtsverteilung) und nutzten die Startrampe für unsere eigene kleine "Siegerehrung".

Beim Thema Tuning und was hast du den drin und drunter (am Auto!) folgte dieser spontane Schnappschuß unserer 2 Teilnehmerinnen Ulli und Petra. „Drin“ je zwei Sekt Orange und „Drunter“ klassisch Weiß und modisch Blau gestreift. Übrigens fühlten sich die Damen, wie wir, sehr wohl und hatten ´ne Menge Spaß und hoffen auf mehr weibliche Präsenz beim Bergrennen!
Der Sekt hielt nicht lange und es war ja schon 16:30 Uhr. Allerhöchste Zeit für Kaffee und Kuchen im gemütlichen Bistro des Boxenstop. Lecker die Süßspeisen, wie auch die Bedienungen, wie so mancher (Mann) dezent bemerkte! Nach kürzester Zeit war dem Personal, wie auch den anderen Gästen klar wer wir sind und wie wir sind. Nämlich höflich, freundlich und überaus humorvoll. 914 Club halt - ganz klar! Auf jeden Fall genossen wir den späten Nachmittag und machten uns gegen 17:30 Uhr auf den Heimweg.

Anmerkungen:
Schon bei der Heimfahrt fielen uns die entgegenkommenden Krankenwagen und Polizeiautos auf der B27 auf. Noch vor der Garage ereichte uns die Nachricht über einen Unfall beim Bergrennen, worauf die Siegerehrung abgesagt wurde. Nach dramatischen Gerüchten (Renn-Fiesta hat hinten blockiert - 4 Leute verletzt - konnte Rainer Klink am Sonntag "Entwarnung" geben. Das Ganze geschah beim Rückführen des Starterfelds bei gemäßigter langsamer Fahrt und die Unfallursache war wohl ein technischer Defekt. Alle Verletzte sind wieder wohlauf. Das Bergrennen wird es wieder geben und Zitat von Rainer Klink Sonntag Morgen 9:42 Uhr mit einen Grinsen auf dem Gesicht: „ Ihr 14er Fahrer seid schon Spinner, wie alle die mitmachen, aber Ihr seid´s mir die Sympathischten von allen egal ob VW oder Porsche oder VW-Porsche. Ihr macht mir nächstes Jahr wieder mit ! Gell ??!!!